22.03.2020 Hessische Staatskanzlei

Ministerpräsident Volker Bouffier betont in seinem Videostatement, dass ein gemeinsames Vorgehen der Bundesländer und des Bundes bei der Corona-Krise notwendig ist. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer hatten sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag auf eine Verschärfung der gemeinsamen Leitlinien zur Eindämmung des Corona-Virus verständigt. Zudem dankte Bouffier der Bevölkerung für die bisherige Mithilfe im Kampf gegen das Corona-Virus.

AKTUELLES ZUR CORONA KRISE: Die bundesweit beschlossenen Maßnahmen:

  • Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren

  • Mindestabstand im öffentlichen Raum von mindestens 1,50 Metern

  • Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet

  • Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, indivueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich

  • Gruppen feiernder Menschen - auch im Privaten - sind inakzeptabel

  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet

  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege werden geschlossen - Ausnahmen gelten nur für medizinisch notwendige Dienste

  • In allen Betrieben ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen.

  • Die Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

In NEU-ANSPACH sind bis auf weiteres ALLE TERMINE abgesagt worden.

Staatsministerin Sinemus: Digitalisierung muss aber verantwortungsbewusst gestaltet werden
Taunuszeitung vom 27.01.2020

Stadtverordnetenvorsteher und Landtagsabgeordneter Holger Bellino (von links), CDU-Kreisvorsitzender Jürgen Banzer, Fraktionschef Birger Strutz, Parteichef Uwe Kraft und die stellvertretende Parteivorsitzende Corinna Bosch freuen sich, dass Staatsministerin Kristina Sinemus (Dritte von rechts) zum Neujahrsempfang gekommen ist.FOTOS: ANJA PETTER
Die Neu-Anspacher CDU schafft es immer wieder, spannende Redner für ihren Neujahrsempfang im Bürgerhaus zu gewinnen: 2018 sprach Ministerpräsident Volker Bouffier, 2019 der Klimaforscher Professor Dr. Joachim Curtius. Diesmal hatten die stellvertretenden Parteivorsitzenden Holger Bellino und Corinna Bosch Kristina Sinemus, Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, eingeladen. Die 56-Jährige sprach gestern über das Thema "Digitalisierung als Chance und Herausforderung".
Doch zunächst lobte Uwe Kraft in einer von Optimismus geprägten Rede die niedrige Arbeitslosenquote, die florierende Wirtschaft und die hervorragenden Sozialsysteme. Zu verdanken sei dies den politischen Rahmenbedingungen, erklärte der Parteichef und verwies auf die CDU-geführte Landesregierung.
Sinemus, die zum Jahreswechsel 2018/2019 in ihrem Urlaub auf La Palma von dem Jobangebot überrascht worden war und schließlich einen "krassen Wechsel" von Wirtschaft und Wissenschaft in die Politik vollzogen hatte, sagte, dass Digitalisierung mehr ist als Glasfaser und Breitband: "Es geht nicht nur darum, Technik zu schaffen, sondern sie auch nutzbar zu machen."

Die Arbeit wird sich ändern
Die Arbeit, so betonte Sinemus, werde sich ändern, sie werde aber nicht schlechter, sondern interessanter. "Sicher fallen einige Jobs weg, aber dafür wird es neue geben," Ohnehin müsse die Digitalisierung dem Menschen nutzen - und nicht umgekehrt, meinte sie und kam auf ihre pflegebedürftige Mutter zu sprechen, die darauf angewiesen ist, von einem Lifter in den Rollstuhl gehoben zu werden. Hier könne ein Pflegeroboter helfen, meinte Sinemus und sprach sich dafür aus, kraft- und zeitintensive Arbeiten von einer technischen Apparatur durchführen zu lassen. "Pflegekräfte haben dann mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben, für mehr Qualität."
Auch das digitale Rathaus thematisierte die Professorin. Dieses ermögliche den Menschen, vom Sofa aus den Führerschein zu bestellen, doch als Begegnungsort dürfe die Verwaltung nicht abgeschafft werden, meinte Sinemus und plädierte auch sonst dafür, die Digitalisierung verantwortungsbewusst zu gestalten, die Bürger mitzunehmen und im "analogen Dialog" zu bleiben. Nicht jeder empfinde Technik schließlich als positiv, sagte sie, meinte aber auch: "Ohne Mut geht es nicht voran."

Schritt in die Vollversorgung
Und was ist mit den Menschen auf dem Land, die auf eine vollständige Mobilfunk-Abdeckung warten? Diese konnte Sinemus zwar nicht versprechen, modernisierte Mobilfunkstandorte, weitere Masten und einen Schritt in die Vollversorgung aber schon.
Kein Neujahrsempfang ohne musikalischen Rahmen, und den lieferte der Wehrheimer Chor Cantus Wirena. Und wer sich jetzt wundert, dass ein Chor aus einer Nachbarkommune in Neu-Anspach auftritt: Immerhin 12 der 50 Mitglieder kommen aus der Kleeblattstadt. Der Aufforderung, bei "Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus" mitzusingen, wollten aber nur wenige aus dem Publikum nachkommen. Darunter waren übrigens nicht nur Christdemokraten, sondern auch Mitglieder aus anderen politischen Parteien wie Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) sowie viele Vertreter des öffentlichen Lebens.

Artikel und Foto: Anja Petter