Unsere Positionen zur Finanzlage der Stadt Neu-Anspach im neuesten Flyer:

Taunus Zeitung vom 10.08.2019, Frank Saltenberger

CDU geht in die Offensive

Neu-Anspach Kommunalpolitiker rechnen mit dem Verwaltungschef ab und kritisieren starke Belastung der Bürger
Die Sommerpause ist rum, die CDU wetzt die Messer und geht noch einmal mit dem Bürgermeister und seinen drei Unterstützer-Fraktionen ins Gericht.
Vor der Sommerpause wurde noch heftig getagt und in Ausschüssen sowie der Stadtverordnetenversammlung vor allem um die Finanzen gestritten, um die es in Neu-Anspach nicht zum Besten steht.

Ein Nachtragshaushalt sollte die Schieflage retten, denn ohne diesen hätte ein rechtskräftiger, sprich veröffentlichter Haushalt die Stadt in die Insolvenz geführt. Mit einer Mehrheit des Parlaments wurde der Nachtraghaushalt angenommen. Die CDU stimmt dagegen und hat nach der letzten Sitzung die Bausteine noch einmal sortiert und geht mit dem Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) und seiner Mehrheit im Parlament hart ins Gericht.

Der Bürgermeister nehme sich die Freiheit, einen genehmigten Haushalt nicht umzusetzen, das allein sei schon ein fragwürdiges Vorgehen, das geprüft werden müsse, so die Finanzexpertin der CDU-Fraktion, Ulrike Bolz, kurz nach der Sitzung. Aber sie betrieb auch Ursachenforschung: So setze das Verstehen der Entwicklung auch die Kenntnis der Entwicklungsmaßnahme (EM) voraus, die mit einer 65-prozentigen Mehrheit der SPD in den 70er Jahren beschlossen worden sei. Hier sei eine Infrastruktur geschaffen, die Folgekosten aber nicht kalkuliert worden. Außerdem habe die Bankenkrise 2008 / 2009 mit ihrer Auswirkung auf das Steueraufkommen sowie die Einführung der Doppik mit der Ausweisung der Abschreibungen zu der hohen Verschuldung geführt.

Zwar habe die Stadt, so Bolz, im Rahmen der Daseinsfürsorge Aufgaben zu erfüllen, für die kostendeckende Gebühren erhoben werden, wie zum Beispiel Wasserversorgung, aber in den Bereichen Kinderbetreuung mit einem jährlichen Defizit von vier bis fünf Millionen Euro sowie im Unterhalt der Bürgerhäuser und Sportstätten sei eine Kostendeckung durch Gebühren nicht umsetzbar gewesen.

Seit 2016 stelle die SPD mit der b-now, den Linken und gelegentlich der NBF die Mehrheit und habe den damaligen Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) in die Pflicht genommen und Forderungen gestellt. Unter anderem, das Parlament rechtzeitig über Veränderungen zu informieren, denn dieses könne eine Analyse und die Nachkalkulation verlangen.

Für 2018 habe dann der neue Bürgermeister seinen ersten Haushalt vorgelegt und der sei, wie sich später gezeigt habe, schöngerechnet gewesen. Auch der b-now wirft Bolz Versagen vor: "Ohne Mehrbelastungen der Bürger", habe sich die neue Partei in einer Hochglanzbroschüre gebrüstet, die Realität sei längst eine andere: Mehrbelastungen in nie gekanntem Ausmaß.

Geradezu lächerlich wirke nun die im Dezember vom Bürgermeister angedachte Anhebung der Grundsteuer B von 540 auf 570 Punkte. Jetzt werde unter dem Deckmäntelchen "Nachhaltigkeitssatzung" und "Generationengerechtigkeit" auf 727 Punkte erhöht. Entgegen dem Beschluss, diese Anhebung auf 2019 zu begrenzen, wiesen die jüngst zugestellten Gebührenbescheide diese Erhöhung auch gleich für die künftigen Jahre aus. Eine "strukturelle Neuordnung des Haushalts", wie vollmundig angekündigt, sei nicht erkennbar.

"Der Bürgermeister, die SPD und die b-now haben sich für den ausgeglichenen Haushalt feiern lassen, jetzt wurden sie von der Realität eingeholt und rufen nach der Übernahme von Verantwortung durch andere Fraktionen", bescheinigt Bolz denen Hilflosigkeit, die für die Lage verantwortlich sind.
2016 noch vom alten Bürgermeister gefordert, habe der jetzige verkündet, dass von ihm keine Einsparvorschläge kommen und zu seinem eingebrachten Nachtrag selbst gesagt: "Der Nachtrag ist so dünn." Dabei hätte der Bürgermeister aus den negativen Entwicklungen im Jahr 2018 Konsequenzen ziehen müssen, findet Bolz. Stattdessen seien die positiven Steuerschätzungen für den Haushalt 2019 unreflektiert übernommen worden.

Die CDU erwartet, dass jede Ausgabe hinterfragt werde, dass keine neuen Kredite aufgenommen werden, denn diese belasteten die künftigen Generationen sowie die Einhaltung der vertraglichen Vorschriften der Hessenkasse.

Derweil harrt der mehrheitlich verabschiedete Nachtragshaushalt der Genehmigung durch den RP, und ganz nach dem Motto "nach dem Haushalt ist vor dem Haushalt" geht es dann schon wieder in Richtung Haushalt 2020.

Taunus Zeitung vom 10.08.2019, Frank Saltenberger

Fragen? Ideen? Anmerkungen? Besuchen Sie unseren nächsten Stammtisch am 12.02.2020 ab 19 Uhr - s. u.

Stadtverordnetenversammlung, 05.12.2019

Es gilt das gesprochene Wort.

Stellungnahme der CDU-Fraktion zu den Haushaltsplänen 2020 und 2021

Sehr geehrter Herr Parlamentsvorsitzender, meine Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen,

„die Wende ist geschafft“, so war es vor einiger Zeit auf einer Hochglanzbroschüre der B-Now zu lesen.
Stimmt, man kann zusehen, wie die städtische Finanzlage von Jahr zu Jahr dramatischer wird.
In diesem Jahr legt der Bürgermeister einen Doppelhaushalt zur Beratung vor. Und das, obwohl er angetreten ist mit dem Ziel, für mehr Transparenz zu sorgen. Es wird Planungssicherheit vorgegaukelt, wo sie angesichts der derzeitigen Entwicklungen in Gesellschaft, bei den Zinsen und Steuern nicht sein kann – und das gleich über zwei Jahre!
Unser Antrag, nur über den Haushalt 2020 zu beraten wurde, wie die meisten unserer Anträge mit den Stimmen der B-Now, SPD und NBL mit 5/6/0 abgelehnt.
Zugegeben, die oben genannten Entwicklungen sind nicht „stadtgemacht“, andere jedoch schon und die wiegen viel schwerer, weil sie Versäumnisse des Bürgermeisters in der Planung aufzeigen.
So suggerieren die Planungen für den Grundsteuer B-Hebesatz mit Generationenbeitrag eine sichere Haushaltsplanung, aber schon die in diesem Jahr erforderliche Gewerbesteuerrückzahlung in Höhe von 1,8 Mio€ verschlechtert die Ausgangslage für den Start in das Jahr 2020.

Der Vertrag zur Hessenkasse schreibt vor, dass das ordentliche Ergebnis nicht nur ausgeglichen sein muss, sondern ein Überschuss erwirtschaftet werden muss, um die Kredittilgung aus der laufenden Verwaltungstätigkeit decken zu können. Darüber hinaus muss ein Liquiditätspuffer in Höhe von 2% der laufenden Verwaltungsauszahlungen aufgebaut werden.
Weit gefehlt! Stattdessen werden die gerade durch die Hessenkasse übernommenen Kassenkredite wieder auf die stolze Höhe von 8,2 Mio€ heraufgesetzt – ein völlig unzulässiges Instrument der Finanzierung städtischen Handelns, wenn diese Liquiditätskredite nicht zum Jahresende abgebaut werden können.
Darüber hinaus dürfen Kredite nur für unaufschiebbare und pflichtige Investitionen aufgenommen werden, um die Forderung zu erfüllen, „keine Nettoneuverschuldung“ zu erzeugen. Aber auch das ficht den Bürgermeister und seine Regierungskoalition nicht an.
Um die Hessenkasse zu bedienen, müssen jedoch nur ca. 360 T€ jährlich im Verwaltungshaushalt erwirtschaftet werden. Es ist allerdings geplant, in den Jahren 2020 und 2021 jeweils mehr als 2 Mio€ an Krediten aufzunehmen, um die Tilgung der Investitionskredite zu sichern, was dann jedoch zu einem Anstieg der Gesamtverschuldung führt. Diese wird trotz den Erleichterungen aus der Übernahme der Kassenkredite durch die Hessenkasse im Jahr 2020 auf über 35 Mio€ ansteigen und in 2021 auf über 36 Mio€.

Die Wende ist geschafft!

Oder sollte man besser sagen: „Denn sie wissen nicht, was sie tun?“
Wie kann es angehen, dass ein Haushalt – auch noch für zwei Jahre – beraten werden soll und von Teilen des Parlamentes, namentlich von B-Now, SPD und NBL, auch noch gelobt wird, wenn wesentliche Informationen schlicht nicht zur Verfügung stehen. Und die sind allesamt hausgemacht!
- Die Verträge zur Kostenerstattung für die Betreuung wohnortfremder Kinder wurden nicht rechtzeitig gekündigt. Der Beschluss dazu wurde bereits am 19.12.2017 einstimmig im Parlament gefasst. Jetzt, zwei Jahre später ist immer noch nichts passiert, was eine Unsicherheit im HH in Höhe von € 100.000 entstehen lässt.
- Die Friedhofsgebührenkalkulation steht seit zwei Jahren aus und auf die Frage des Bürgermeisters an den Kämmerer, ob die geplanten Einnahmen kostendeckend seien, musste dieser wahrheitsgemäß antworten, dass er das angesichts der fehlenden Kalkulation nicht wisse. Die nächste Planungsunsicherheit. Im Übrigen: Allein die Tatsache, dass der Bürgermeister hier nicht Bescheid weiß, ist ein Armutszeugnis.
- Der Waldwirtschaftsplan liegt nicht vor. So stehen im Haushaltsplan zwar für beide Jahre Erträge (und Aufwendungen), aber „kalkuliert sind sie nicht“, mussten wir erfahren – meine Damen und Herren, was soll das denn?
Angesichts der schwierigen Situation, in der sich der Wald aufgrund der Trockenheit und des Borkenkäferbefalls befindet, ist es unerlässlich, nach bestem Wissen und Gewissen und nach den Regeln des sparsamen und vorsichtigen Kaufmanns zu kalkulieren, auch, um rechtzeitig auf ein mögliches Defizit reagieren zu können.
- Die Gelder aus der Heimatumlage (derzeit pro Jahr ca 120.000 €) hätte der Bürgermeister am Liebsten in den Haushalt allgemein eingepreist, obwohl überall zu erfahren war, dass sie hauptsächlich zweckgebunden für den Bereich Kinderbetreuung vorgesehen sind.
- Dann gibt es da noch die Gerüchte, dass aus den Verträgen mit der Kirche in Sachen „evangelische Kindergärten“ Rückzahlungen im Raum stehen. Die Haushaltspläne der Kirche liegen auch noch nicht vor, so dass hier eine weitere Planungsunsicherheit existiert.

  • Zu guter Letzt: Trotz Kreditaufnahmen in beiden Haushaltsjahren lässt der Bürgermeister in den Haushalt schreiben: „Es wurden keine Zinsen für neu aufzunehmende Darlehen eingerechnet“.
    Allein durch die Kreditaufnahme ist der Haushaltsplan gemäß der §§ 97a und 105 (HGO) in Verbindung mit der Darlehensübernahme durch die Hessenkasse (§§ 7 und 9 des Hessenkasse-Gesetzes) unzulässig!

Und dann platzt mitten in die Haushaltsberatungen ein Zeitungsartikel. Demnach wurden die Mittel, die die Fachbereiche für die Haushalte anmeldeten, ohne Rücksprache vom Bürgermeister verändert, so dass der Haushalt hinterher ausgeglichen ist. Erträge wurden offenbar herauf- und Aufwendungen herabgesetzt. Die Seriosität des Haushaltsplans muss damit endgültig in Zweifel gezogen werden und die Fachkompetenz der einzelnen Abteilungen wird vom Bürgermeister negiert. Was die Haushaltswahrheit und -Klarheit angeht, verzichte ich daher in meiner heutigen Wertung des vorgelegten Doppelhaushalts in Bezug auf diesen Brief auf jeden Kommentar. Dazu werden wir sicher in Zukunft - leider - noch Gelegenheit haben und diese auch nutzen

Die Regierungskoalition ist da nicht besser!
Sie, Herr Töpperwien, geben doch vor, mit konkreten Leistungs- und Finanzzielen sowie geeigneten Kriterien zur unterjährigen Beurteilung der Zielerreichung zielorientiert steuern zu wollen.
Wo sind dann die gemäß den §§ 4 und 10 der GemHVO mit zugehörigem Hinweis-Erlass geforderten produktorientierten Ziele und Kennzahlen zur Beurteilung der Zielerreichung?
Anscheinend unter Bürgermeister Pauli nicht mehr wichtig. Glaubwürdigkeit und Transparenz sehen anders aus!
Bevor Sie jetzt zu einer Erwiderung ansetzen, ich habe frei aus dem B-Now-Antrag Vorlage Nr. 305/2016 zitiert.
Den zweiten Antrag zur selben Sitzung, die Vorlage Nr. 306/2016, in dem es um die verbesserte Überwachung der Haushaltsentwicklung mit entsprechendem Frühwarnsystem ging, haben Sie bis heute nicht wieder in den HFA eingebracht, wie es damals beschlossen wurde. Klar, es ist schwierig, wenn man auf der Regierungsbank sitzt.
Ganz im Gegenteil werden die regelmäßigen Berichte zum Haushaltsvollzug von Ihnen – in der Regel ohne wesentlichen Wortbeitrag – zur Kenntnis genommen und die NBL behauptet sogar, dass man da – gemeint sind die Zahlen – sowieso nichts machen könne und wir sollten doch endlich die Kenntnisnahme beschließen.

Hatten wir im vergangenen Jahr noch gefragt, „wie seriös ist die vorgelegte Haushaltsplanung wirklich?“, müssen wir dem Bürgermeister in diesem Jahr bescheinigen, dass er eine völlig unseriöse Haushaltsplanung vorgelegt hat!

Zu guter Letzt wollte der HFA-Vorsitzende noch ein HH-Sicherungskonzept ohne jegliche Zahlen und Terminsetzungen beschließen lassen – meine Damen und Herren, das ist erbärmlich!
Es muss sehr zu denken geben, wenn vom Kämmerer zu hören ist, dass bereits im März 2020 die erneute Zahlungsunfähigkeit und ohne konkrete Einsparungen eine erforderliche Steuererhöhung von 100 Punkten droht.

Die CDU-Fraktion wird sich daher aus den vorgenannten Gründen bei der Abstimmung zum vorliegenden Haushaltsplan in allen Punkten GEGEN den HH-Entwurf für die Jahre 2020 und 2021 aussprechen.
Gerne übernehmen wir Verantwortung für die Stadt und so befürworten wir ausdrücklich die Schaffung der von uns mit beantragten Stelle für den Gerätewart der freiwilligen Feuerwehr, aber für dieses Zahlenwerk lehnen wir jegliche Verantwortung ab!

Dennoch ist es uns ein Anliegen, uns bei den Verwaltungsmitarbeitern, im Besonderen bei den Mitarbeitern der Kämmerei für Ihre sachkundige und kompetente Arbeit zu bedanken.

Ihnen allen wünsche ich eine geruhsame Adventszeit, ein besinnliches, gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein hoffentlich gesundes, friedliches neues Jahr.

Ulrike Bolz (für die CDU-Fraktion)


CDU4YOU - Stammtisch der CDU Neu-Anspach
Ob der Haushalt 2020/2021, Masterplan/ISEK 2040, Grundsteuer-B-Erhöhung/Nachhaltigkeitssatzung, wiederkehrende Straßenbeiträge, Sicherheitsgefühl oder Vereinskultur, es gibt viele Themen, die für unsere Kleeblattgemeinde wichtig sind und uns zur Zeit sehr beschäftigen.
Wir, die CDU Neu-Anspach, möchten uns mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, vom Alt-Anspacher bis zum Eingeplackten, zu aktuellen Themen austauschen und neue Impulse setzen.

Der nächste Stammtisch findet:
Wann? 12. Februar 2020 ab 19 Uhr
Wo? Gaststätte "Zur Usaquelle" am Waldschwimmbad statt.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend.

Ihre CDU Neu-Anspach

Foto: Frank Saltenberger

Unser Vorschlag zum Änderungsantrag zum Stadtentwicklungskonzept 2040, zur Vorlage 36/2019

Es wird beschlossen:
1. Wir danken den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern für ihre Arbeit in den Arbeitsgruppen des Masterplanes 2040.
Das nun vorliegende Stadtentwicklungskonzept wird uns nach der Beschlussfassung Regiebuch und Orientierungsrahmen für die nächsten Jahre für unser kommunalpolitisches Handeln sein.
2. Den Entscheidungen, die im Stadtentwicklungskonzept getroffen werden, sollen folgende Leitsätze zugrunde liegen:
- Die Entwicklung der Stadt muss sich bei Gewerbe- und Wohneinheiten am Bedarf orientieren.
- Innenentwicklung soll Vorrang vor Außenentwicklung haben.
- Über neue Baugebiete sollen Schritt für Schritt mit der Rangfolge des Vorschlags der Bürgergruppe entschieden werden. Hierbei müssen zu jedem einzelnen Wohnbaugebiet vor einer Beschlussfassung folgende Fragen beantwortet werden:
- Wie viele Wohneinheiten sollen entstehen?
- Welche Wohnangebote für Senioren werden gemacht?
- Wie hoch wird das Verkehrsaufkommen sein?
- Welche Auswirkungen hat die Entwicklung auf den ÖPNV?
- Ist die Wasserversorgung ausreichend?
- Ist die bestehende Abwasserbeseitigung noch ausreichend dimensioniert?
- Die Infrastruktur muss entweder bereits vorhanden sein bzw. parallel zur Entwicklung geschaffen werden.
- Die infrastrukturellen Folgekosten müssen jeweils vorab ermittelt werden und nachweislich finanzierbar/leistbar sein.
- Eine Relation zwischen der Entwicklung von Wohneinheiten und der Schaffung von Arbeitsplätzen muss festgelegt werden.
3. Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen, welche Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Stadtentwicklungskonzept vordringlich zu treffen sind, um die Fortentwicklung der Stadt voran zu treiben.

Begründung:
Die Begründung erfolgt mündlich.

Diesen Antrag haben wir zur Sondersitzung des Bauabschusses am 4.5.19 eingebracht.
Da aber in dieser Sitzung die Flächenanmeldung für den Regionalplan 2021 im Vordergrund stand, brachten wir unseren Antrag ein, nach einer darauf hin folgenden Diskussion ergaben sich noch folgende Ergänzungspunkte z. T. durch die anderen Fraktionen:
- Kriterienliste entwickeln, in der alle Punkte gleichermaßen behandelt werden
- aus der Kriterienliste soll eine Prioritätenliste folgen
- Wohnungsbau soll Eigentum und Mietwohnungsbau berücksichtigen
- Begrenzung des Einwohnerzuwachses auf max. 30 Wohneinheiten.
Unser Antrag wird nun in der nächsten Bauausschusssitzung am 5.6.19 besprochen werden.

Taunus Zeitung vom 06.04.2019, Seite 27 / Lokales

Ein Regiebuch für die nächsten Jahre

Die Bürger haben ihre Arbeit am Masterplan fürs Erste abgeschlossen, die Verwaltung hat einen Entwurf vorgelegt. Der CDU ist es wichtig, die bei der Entwicklungsmaßnahme gemachten Fehler nicht zu wiederholen.

Neu-Anspach. Das Stadtentwicklungskonzept beschäftigt seit mehr als einem Jahr nicht nur Verwaltung und Politik, sondern auch die Bürger, die sich in verschiedenen Arbeitsgruppen engagiert und der Stadtverordnetenversammlung anschließend ihre Ergebnisse vorgelegt haben.

Nachdem sich die b-now kürzlich in einer Pressemitteilung zu dem Entwurf geäußert und sich für eine maßvolle Entwicklung ausgesprochen hatte, legt die CDU nun nach. Die Christdemokraten haben, so teilt der Fraktionsvorstand aus Reinhard Gemander, Corinna Bosch und Birger Strutz mit, bereits mit den Bürgern über das Stadtentwicklungskonzept gesprochen und wollen nun einen Änderungsantrag zum Beschlussvorschlag in die städtischen Gremien einbringen.

Moderate Entwicklung

"Es ist uns wichtig, dass ein Stadtentwicklungskonzept nach der Beschlussfassung Regiebuch und Orientierungsrahmen für die nächsten Jahre für unser kommunalpolitisches Handeln sein kann", schreiben die Politiker. Schließlich würden gerade mit der Aufnahme neuer Bauflächen für Gewerbe und Wohnen in den Flächennutzungsplan weitreichende Entscheidungen für die Zukunft gefällt.

Der CDU ist dabei wichtig, dass sich die moderate Entwicklung der Stadt bei Gewerbe- und Wohneinheiten am Bedarf orientiert, dass die Innenentwicklung Vorrang vor der Außenentwicklung hat, und dass über neue Baugebiete in der Rangfolge des Vorschlags der Bürgergruppe entschieden wird.

Hierbei sollen, so findet der Fraktionsvorstand, vor jedem Beschluss folgende Fragen beantwortet werden: Wie viele Wohneinheiten sollen entstehen? Wie viele Kinder werden zuziehen? Welche Wohnangebote für Senioren werden gemacht? Wie hoch wird das Verkehrsaufkommen sein? Welche Auswirkungen hat die Entwicklung auf den ÖPNV? Ist die Wasserversorgung ausreichend? Ist die bestehende Abwasserbeseitigung noch ausreichend dimensioniert?

Die richtige Relation

Außerdem müsse die Infrastruktur bereits vorhanden sein beziehungsweise parallel zur Entwicklung geschaffen werden. Folgekosten seien zu ermitteln und müssten nachweislich zu finanzieren sein. Und: "Eine Relation zwischen der Entwicklung von Wohneinheiten und der Schaffung von Arbeitsplätzen muss festgelegt werden."

Den Politikern ist daran gelegen, dass die Bürger regelmäßig über die Planungen informiert und einbezogen werden. Darüber hinaus ist es ihnen wichtig, dass mögliche Maßnahmen zu den Schlüsselprojekten konkretisiert werden. "Hier erwarten wir Vorschläge der Stadtplanerin, wie die damit verbundenen Ziele erreicht werden könnten." Zudem müsse geprüft werden, welche Entscheidungen vordringlich zu treffen seien, um die Entwicklung der Stadt voranzutreiben.

Es sei wichtig, die Fehler aus der Entwicklungsmaßnahme, als "wild drauflos geplant" und nicht genug an die Folgekosten gedacht worden sei, nicht zu wiederholen. "Die Folgen waren defizitäre Haushalte und fehlende Infrastruktur. So gab es weder eine überörtliche Verkehrsanbindung noch ausreichend Kindergartenplätze."
VON ANJA PETTER - TAUNUSZEITUNG

26.01.2020
13:00 Uhr

Neujahrsempfang

Bürgerhaus Neu-Anspach · Gustav-Heinemann-Str. 3, Neu-Anspach

Bericht aus der Stadtverordnetenversammlung am 11.4.19:

Einstimmig wurde beschlossen, das Landesprojekt KOMPASS hier in Neu-Anspach zu installieren! Das freut uns sehr, haben wir doch im Mai 2018 den Antrag dazu eingereicht. Wir waren und sind der Meinung, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Neu-Anspach sichererer fühlen müssen, dazu muß sich aber auch die Lage ändern! Nun werden Experten der Polizei mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und allen Betroffenen eine erste Sicherheitskonferenz abhalten, in der dann schon kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Lage hier vor Ort getroffen werden. In 4 Kommunen, darunter Bad Homburg und Hanau, läuft das Programm KOMPASS schon mit Erfolg. Dass das Land auch mehr Polizistinnen und Polizisten sowie Richterinnen und Richter einstellt ist darüber hinaus eine sehr sinnvolle Investition.

Die nächste Sitzungsrunde findet ab dem 26.11.19 statt:

22.10. Bürgerversammlung um 20 Uhr in Westerfeld/Tanzzentrum Grün-Gelb
26.11. Sozialausschuss
27.11. Bauausschuss
30.11. und 2.12. Haupt- und Finanzausschuss
05.12. Stadtverordnetenversammlung

Alle Ausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung finden im Bürgerhaus um 20 Uhr statt und sind öffentlich.
Besucherinnen und Besucher sind erwünscht und herzlich willkommen!

#Herzlichen Glückwunsch, voll ins Schwarze!#

Wir gratulieren unserem tollen Team Matthias Weber, Manfred Pippinger und Jan Muschter zum Gewinn des Siegerpokals 2018 beim Vereinsschießen des Schützenvereines Freischütz! Von den 20 teilnehmenden Mannschaften aus neun Vereinen gewannen sie bei den Männern.
Ein großer Dank geht an die Freischützen, die dieses traditionelle Wettschießen seit vielen Jahren ausrichten! Im Herbst freuen wir uns dann auf das traditionelle Wettschießen der Stadtverordneten :-)